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8.9.2010 : 15:27 : +0200

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Rückblick auf den Japan-Tag am 22. September 2007
08.10.2007 12:01
Alter: 3 Jahre


VON: GISELA EHRHARDT



Bericht vom Japantag


Rückblick auf den Japan-Tag am 22. September 2007

Mit einem Mix aus Vorführung, kreativer Mitarbeit, Unterhaltung und kulinarischem Genuss bot die Aikido-Abteilung am 22. September 2007 in den Trainingsräumen des TSG einen Tag rund um Japan. Bei der Blumensteck-Kunst Ikebana unter der Anleitung von Gaby Zöllner-Glutsch (Präsidentin des Ikebana-Bundesverbandes e.V.) zauberten zehn eifrige „Ikebanesen“ ein Blumenarrangement auf den Kenzan (Steckigel). Auch die Jüngste unter ihnen, die achtjährige Flora, erhielt viel Lob von der Meisterin für ihre individuell gestaltete Arbeit. Daneben führten Jugendliche aus dem Verein unter der Anleitung von Helmut Anderer (2. Dan Aikido) dem interessierten Publikum die harmonische Kampfkunst Aikido vor. Parallel hierzu wurden Filme japanischer Aikido-Meister gezeigt, die vor allem die jungen Zuschauer fesselten.

 Als besonderes Highlight erwies sich die fünfköpfige Taiko-Gruppe (japanisches Trommeln) Tenma-Daiko (www.simon-lux.de/tenmadaiko.de) aus Stuttgart-Feuerbach, die ihre Trommeln perfekt synchron und mit ohrenbetäubenden Schlägen bearbeiteten. Bei sonnigen Wetterverhältnissen konnten sie die Trommeln im Vereinsgarten aufbauen, der Zulauf war groß. Ursprünglich ließen die Samurai die Trommeln vor einem kriegerischen Angriff schlagen, um den Gegner mental zu zermürben. Davon war im Vereinsgarten nichts zu spüren. Im Gegenteil, das Publikum forderte zwei Zugaben. Danach boten drei Arbeitsgruppen einen weiteren Einblick in die japanische Kultur. Die Origami-Gruppe, die Bernhard leitete, war schon früh voll besetzt, vor allem von den jüngeren Teilnehmern, die ihre helle Freude an den Fröschen, Kranichen und anderen gefalteten Tieren oder Blumen hatten. Die Arbeitsgruppe Kalligraphie bzw. Tuschezeichnen wurde von Wolfram geleitet. Er hatte sich auf ältere Interessenten eingestellt und musste kurz entschlossen sein Programm so umstellen, dass auch die Kleinen etwas davon hatten. Er führte sie in die Kunst der japanischen Schriftzeichen ein, so dass jeder „Ai-Ki-Do“ zustande brachte. Die dritte Gruppe beschäftige sich mit den dreizeiligen Gedichten (Haiku) und dem Begriff „Nebelschwaden“, aus dem ein 5-7-5-silbiges Gedicht entstehen sollte. Schon nach kurzer Zeit saßen die Teilnehmer wie die Erstklässler am Tisch und zählten mit den Fingern die Silben ihres Dreizeilers akribisch durch, um die 17 Silben einzuhalten. Es war erstaunlich, welche Vielfalt dabei herauskam.
  Da der Tag lang und intensiv und die Zeit fortgeschritten war, meldete sich langsam der Hunger. In der Zwischenzeit hatte sich ein Team daran gemacht, den Trainingsraum in einen Festsaal zu verwandeln. Surya, unser Mann aus Mauritius, war bereits seit Stunden mit der Vorbereitung von Sushi und anderen japanischen Gerichten beschäftigt Als das Büfett dann eröffnet war, konnten sich die Gäste trotz knurrendem Magen kaum entschließen, die zahllosen zauberhaft hergerichteten Teller, Platten und Schüsseln anzubrechen. Unserem Kochkünstler gilt unser großer Dank. Aber auch allen anderen Helfern und Mitwirkenden sei herzlich gedankt. Nur durch gemeinschaftliche Zusammenarbeit ist ein solches Fest machbar.

Gisela Ehrhardt

 

Weitere Bilder unter "Bilder /Japantag 2007".








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