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19.5.2012 : 7:21 : +0200

Ausgabe 02/2012

Gurtprüfung im Kindertraining

Am Montag, 26.März haben die Aikidokas vom Montagstraining vor großem Publikum - die Eltern waren auch herzlich eingeladen! - ihre Gürtelprüfung ablegen dürfen. Die Eltern wollten sehen, wie die Kinder die elegante Bewegungskunst des Aikido erleben, wie sie sich durch intensive Übungspraxis Prinzipien verinnerlichen und positiv entwickeln. Als Körperbeherrschung durften alle Prüflinge die Fallschule (Rückwärtsrolle - Ushiro-Ukemi und Vorwärtsrolle - Mae-Ukemi) zeigen, die für Aikido erforderlich ist. Die Aikidokas zeigten auch ausführliche Techniken, die sie für ihren Gürtel-Grad geübt hatten, Irimi und Tenkan als Bewegungsprinzipien, sowie verschiedene Übungsformen von Aikido-Techniken. 

Den gelben Gurt (5.Kyu) haben erhalten:

Daniel Grolik

 Marielle Heyl

 Clara Thomas

Den weiß-gelben Gurt haben erhalten:

Estelle Fritz

 Lasse Wilde

 Max Kunath

Vielen dank an Lilith und Laila für die gute Unterstützung und den Einsatz am 26. März. Bravo! Gratulation an alle und weiter so!

Laurence und Karin

 

Zielgruppengerechtes Training im Aikido

 

Wenn ich montags mit meinem Training beginne, stellt sich spätestens nach dem Aufwärmen die Frage, welche Übungen das Aikidotraining diesen Abend ausmachen sollen. Die Frage stellt sich nicht nur im Hinblick auf die körperliche Leistungsfähigkeit der Gruppenmitglieder sondern vor allem im Hinblick auf das individuelle Aikidoniveau der Trainingsteilnehmer. Jeder hat hier seine Vorlieben, Stärken und sicher auch die eine oder andere Abneigung. Das geht mir natürlich nicht anders. Aber für mich als Trainer stellt die Verbesserung der Aikidofertigkeiten jedes Einzelnen die größte Herausforderung dar. Gerade weil jeder in der Gruppe ein anderes Niveau besitzt, müsste man für jeden auch andere Übungen/Techniken anbieten. In letzter Zeit kommt es allerdings häufiger vor, dass unerwartet Anfänger vor der Tür stehen, die am Training für eine Schnupperstunde teilnehmen möchten. Diese positive Entwicklung erschwert das Training, weil ein Anfänger natürlich individueller betreut werden muss als ein erfahrener Aikidoschüler. Es ist immer etwas unbefriedigend, sich aufteilen zu müssen. Dadurch beschränkt sich das Training auf Einsteigertechniken und häufige Wiederholungen. Bei größeren Trainingsgruppen wäre es leichter, einen erfahren Schüler mit der Betreuung des Anfängers zu beauftragen, aber da wir meistens nur eine kleine Trainingsgruppe sind, stört es den normalen Trainingsablauf relativ stark.

Wichtig wäre auch eine Planung im Hinblick auf Prüfungsvorbereitung. Dazu sind allerdings auch gewisse Mindestgrößen bei Übungsgruppen nötig, in denen mehrere Schüler sich auf eine Gürtelprüfung vorbereiten.

Wahrscheinlich werden wir dieses Thema in einer der nächsten Trainerbesprechungen angehen, denn auch in anderen Trainingsgruppen gibt es ähnliche Überlegungen. 

Oft stehen den guten Vorsätzen bezüglich einheitlicher Trainingsgruppen und speziellen Anfängerkursen allerdings ganz einfache Dinge wie die individuelle Zeitplanung der Schüler/Trainer und die persönlichen sozialen Kontakte in einer langjährigen Trainingsgruppe im Wege. Man pflegt schließlich auch persönliche Beziehungen zu den anderen Gruppenmitgliedern, die man erhalten möchte. Außerdem lässt sich nicht so einfach ein weiterer Trainingsabend in der Woche einschieben. 

So bleibt es meistens bei Kompromissen und die nächste Gürtelprüfung wird noch einmal aufgeschoben. Am Ende muss jeder für sich die Ziele im Aikido definieren.

Das Wichtigste bleibt aber der Spaß am Aikido! Den wünsche ich uns allen weiterhin!

Volker